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Schwimmen wie die Großen - Pinguinnachwuchs im Tierpark + Fossilium Bochum ist flügge

Pinguinkueken wenige Tage nach dem Schlupf

Jungvoegel

Fuetterung

Jungvogel und ausgewachsener Pinguin

Die Humboldt-Pinguine (Spheniscus humboldti) im Tierpark + Fossilium Bochum haben Nachwuchs bekommen! Nachdem die beiden Jungvögel die ersten Wochen nach dem Schlupf in der Bruthöhle verbracht haben und für Besucher nicht zu sehen waren, schwimmen sie nun gemeinsam mit den elf ausgewachsenen Pinguinen und vier Seehunden durch das Becken. Zu den täglichen Schaufütterungen kommen die kleinen Frackträger auch gerne an Land. Während sie hier noch etwas tapsig unterwegs sind, können sie unter Wasser locker mit den Großen mithalten!


Zoodirektor Ralf Slabik: „Wir freuen uns sehr, dass wir bereits seit über 40 Jahren erfolgreich Humboldt-Pinguine nachziehen, die in ihrer Heimat – der Pazifikküste Südamerikas – akut vom Aussterben bedroht sind. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt gibt es doppelten Grund zur Freude, denn die Regierung Chiles hat ein großes Bergbau- und Hafenprojekt in den Brutgebieten der Humboldt-Pinguine abgelehnt, welches nicht nur das Leben der Vögel, sondern auch zahlreicher anderer Meerestiere gefährdet hätte. Als Mitglied der Vereinigung ‚Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V.‘ sind wir stolz auf diesen Etappensieg, setzen uns aber weiterhin für die Erhaltung der Meeresregion ‚La Higuera-Isla Chañaral‘ ein.“


Humboldt-Pinguine brüten in selbstgebauten Nisthöhlen aus Guano (stickstoffreicher Vogelkot) oder Lehm. Im Tierpark + Fossilium Bochum stehen ihnen dazu Bruthöhlen aus Holz in einem geschützten Bereich am Rand des 565.000 Liter-Meerwasserbeckens zur Verfügung. Bei der Aufzucht der Küken wechseln sich die Elterntiere ab, so wird der Nachwuchs beim Füttern mit der Gabe kleiner, hochgewürgter Fischportionen direkt in den Schnabel versorgt. Bis die Jungtiere selbstständig fressen, kann es bis zu drei Monate dauern, wie Revierleiter Lukas Gers verrät: „Unsere aktuellen Jungtiere kommen bei den Fütterungen mittlerweile schon an Land, statt nur vom Wasser aus zuzuschauen. Sie beobachten ihre Eltern ganz genau beim Fressen. Ich bin mir sicher, dass sie in einigen Tagen selbst ihren ersten Fisch verspeisen werden.“


Nachdem die Pinguinküken ihre grauen Daunen gegen ein jugendliches Federkleid getauscht haben, sind sie dennoch durch ihre hellere Färbung und das fehlende schwarze Brustband als Jungvögel zu erkennen. Doch auch sie haben schon das charakteristische Punktmuster auf der Brust. Dieses Muster ist so individuell wie der Fingerabdruck eines Menschen und somit ein eindeutiges Erkennungszeichen. Humboldt-Pinguine leben meist monogam. Die Paare im Bochumer Tierpark sind an den gleichfarbigen Bändern an ihren Flügeln zu erkennen.

08.09.2017 18:38 Alter: 14 Tage
Hab ich was verpasst? (Foto: D. Schäfer)
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Flamingoküken - 10 Tage alt
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Fischreiher (Foto: D. Schäfer)
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