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Eiszeit im Zoo - So schützt der Tierpark + Fossilium Bochum seine Pfleglinge vor der Kälte

Tierpfleger versorgt Ziege mit Fruechtetee


Erdmaennnchen mit Schneemann


Seehunde

Während wir in unseren Wohnungen in diesen Tagen die Heizungen aufdrehen oder uns mit Schals und Mützen gegen die eisigen Temperaturen schützen, haben die Tiere ihre ganz eigenen Überwinterungsstrategien entwickelt. Das kann man auch im Tierpark + Fossilium Bochum beobachten. Die dort lebenden heimischen Reptilien, wie Zaun- und Mauereidechsen oder Ringelnattern haben sich beispielsweise für ihre Winterstarre in einen bereits im Herbst aufgeschütteten Laubhaufen zurückgezogen und verschlafen die aktuelle „Eiszeit“ einfach. Die Seehunde hingegen sind als Nordseebewohner Minusgrade gewohnt und ziehen auch im Becken des Tierparks weiterhin entspannt ihre Bahnen. Vor der Kälte schützt sie der sogenannte „Blubber“ – eine dicke Fettschicht unter der Haut. Diese Fettschicht müssen sich die Meeressäuger anfressen, daher erhalten sie im Winter eine Extraportion Fisch.

Einige andere Tierparkbewohner bevorzugen jedoch eher mildere Temperaturen. Für sie haben die Pfleger entsprechende Vorkehrungen getroffen. So haben die südamerikanischen Humboldt-Pinguine für ihr Winterquartier ein gemütliches Strohbett erhalten. Die gesamte Landfläche sowie die Bruthöhlen sind mit dem wärmenden Material ausgekleidet. Auch Erdmännchen lieben die Wärme. Ihnen steht das ganze Jahr über ein beheiztes Innenhaus zur Verfügung, in dem wohlige 25-30 °C herrschen. Dennoch zieht es die kleinen Raubtiere auch im Winter nach draußen. Erdmännchen bevorzugen es, eine weite Sicht und einen ungehinderten Blick in den Himmel zu haben, um nach potentiellen Gefahren Ausschau zu halten. Damit sie sich auch in ihrer Außenanlage aufwärmen können, gibt es dort zwei Wärmehöhlen mit Heizlampen, unter denen sich die Gruppe gerne zusammenkuschelt.

„Wer im Winter richtig durchgefroren ist, dem hilft nur noch die Wärme von innen! Das gilt nicht nur für uns Menschen“, weiß Tierpfleger Julian Klode. „Auch unsere Ziegen bekommen an kalten Tagen eine große Portion heißen Früchtetee. Der wärmt nicht nur, sondern ist auch ein abwechslungsreiches Geschmackserlebnis“. Für die Pflanzenfresser haben die Pfleger zusätzlich bereits im Sommer begrünte Zweige eingefroren, die im Winter bei Bedarf aufgetaut und an die Tiere verfüttert werden.
 

27.02.2018 23:21 Alter: 115 Tage
Hab ich was verpasst? (Foto: D. Schäfer)
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Flamingoküken - 10 Tage alt
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Fischreiher (Foto: D. Schäfer)
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