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Ziegen-WG im Tierpark + Fossilium Bochum hat neue Bewohner

Neue Ziegen

Thueringer Waldziege

Die Alpakas und Rasseziegen im Tierpark + Fossilium Bochum haben neue Mitbewohner. Vor wenigen Tagen haben die Wallisische Schwarzhalsziege „Wallace“ und die Thüringer Waldziege „Friedmut“ ihr neues Domizil bezogen. Damit ist der in diesem Jahr renovierte Haus- und Nutztierbereich um zwei gehörnte Attraktionen reicher. „Für unsere Besucher ist der ‚bunte Haufen‘ ein echtes Highlight“, berichtet der stellvertretende Zoodirektor Dr. Wilfried Werner. „Hier zeigen wir eine Vielfalt an alten und gefährdeten Nutztierrassen – von unseren beiden Alpakas, über zwei prächtig gefärbte Anglo-Nubier-Ziegen und eine kräftige Burenziege, bis hin zu der weißen Deutschen Edelziege. Sie alle haben ihre Besonderheiten und sind echte Charaktertiere. Wir freuen uns, dass wir nun zwei weitere herausstechende Ziegenrassen zeigen können.“

Tierparkbesucher erkennen „Wallace“ an seinem – für die Rasse – typischen langen Fell. Die Haare der Walliser Schwarzhalsziegen können bis zu 50 cm lang werden. Züchter legen besonderen Wert auf einen prächtigen Bart und lange Stirnhaare. Der vordere Teil des Körpers ist namensgebend schwarz, der hintere weiß gefärbt. Die Rasse stammt aus dem Schweizer Kanton Wallis und lebt dort im Hochgebirge – sie wird deswegen auch Gletscherziege genannt. „Die Wallisische Schwarzhalsziege hat viele Namen“, verrät Reviertierpflegerin Inga Riebel. „Aufgrund ihrer ansprechenden Fellzeichnung werden sie auch als Schönheitskönige der Ziegen bezeichnet.“ In der Landwirtschaft wird die Walliser Schwarzhalsziege als Zweiwegerasse gehalten, denn sie eignet sich wunderbar als Milchziege, ist aber auch für ihr Fleisch beliebt. Früher wurde die robuste Rasse auch häufig als Lastentier eingesetzt. Trotz ihrer vielen Vorzüge war die Schweizer Ziegenrasse in den 70er Jahren stark gefährdet, doch dank einiger engagierte Züchter konnte sich ihr Bestand bis heute erholen.

Die Rasse der Thüringer Waldziege, zu der auch Neuankömmling „Friedmut“ oder auch „Freddy gehört, hat ihr Hauptverbreitungsgebiet, wie ihr Name verrät, in Thüringen. Sie ist die einzige deutsche Ziegenrasse ohne Einkreuzungen anderer Rassen aus dem In- und Ausland. Sie hat hell- bis dunkelbraunes Fell und eine charakteristische Gesichtsmaske mit weißen Streifen von den Augen bis zur Oberlippe. Auch Maul und Ohren sind weiß gefärbt. Böcke erreichen eine Widerristhöhe von 90 cm, Geißen sind etwas kleiner. Mit einer Produktion von bis zu 1.000 Liter im Jahr, ist sie eine hervorragende Milchziege. Sie wird aber auch in der Landschaftspflege eingesetzt. Die Thüringer Waldziege steht auf der Roten Liste und ist stark gefährdet. Die Gesellschaft zum Erhalt alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) setzt sich zusammen mit Züchtern und Haltern dafür ein, die heimische Ziegenrasse zu bewahren. „Jeder kann aber zur Bestanderhaltung beitragen“, weiß Inga Riebel. „Das Motto lautet ‚Erhalten durch Nutzen‘. Indem man die Produkte, also Milch und Fleisch, der Ziege kauft und konsumiert, steigert man die Nachfrage und unterstützt so den Zuchtbetrieb.“

 

 

 

 

 

 

18.09.2018 23:16 Alter: 34 Tage
Hab ich was verpasst? (Foto: D. Schäfer)
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Flamingoküken - 10 Tage alt
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Fischreiher (Foto: D. Schäfer)
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