Natur- und Umweltbildung

Natur- und Umweltbildung im Tierpark + Fossilium Bochum

Im Sinne der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sollen Besucher:innen des Tierparks — insbesondere Kinder und Jugendliche — die Fähigkeiten entwickeln, ihr Umfeld in der Zukunft aktiv ökologisch, ökonomisch und sozial mitgestalten zu können. Wichtig sind dazu vor allem Grundlagen für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt und unseren Mitgeschöpfen.

Als Teil eines Mehr-Generationen-Zoos bietet die Else-Baltz-Zooschule Programme für Schulklassen, KiTa-Gruppen, Feriencamps, Kinder­geburtstage und Erwachsenen- sowie Seniorenführungen an. Zugeschnitten auf individuelle Möglichkeiten und Bedürfnisse, machen wir unsere Angebote einer möglichst großen Bandbreite an Menschen zugänglich. Speziell entwickelte zoopädagogische Programme für Kinder mit Förderbedarf, für Demenzerkrankte oder für Menschen mit einer geistigen Behinderung sorgen dafür, dass das gemeinsame Lernen, Erleben und die Begeisterung für Tiere im Fokus stehen. Um all das realisieren zu können, sind die Mitarbeiter*innen der zoo- und museumspädagogischen Abteilung an 365 Tagen im Jahr im Einsatz und arbeiten mit starken Kooperationspartnern zusammen.

Der Tierpark ist mit seiner Zooschule Mitglied im Verband der deutschsprachigen Zoopädagogen (VZP) und richtet sich nach den Standards des Verbandes.

Hier können Sie die Bildungsbroschüre 2021 des Tierpark + Fossilum Bochum kostenlos herunterladen.

Selbstverständnis

Im Rahmen unserer Arbeit als außerschulischer Lernort „Zoo“ fördern wir das Verständnis für unsere belebte Umwelt. Dabei legen wir besonderen Wert auf die Förderung der Fähigkeit des vernetzten Denkens und der Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit. Um alle Sinnesmodalitäten anzusprechen, stehen für jede Zielgruppe das genaue Beobachten, Hinhören, Riechen und das Tasten im Vordergrund. Dieser ganzheitliche Lernansatz stellt die Grundlage für den Aufbau und die Stärkung von prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzen dar. Dadurch eröffnen sich für die Teil­nehmenden Bewertungs- und Handlungsoptionen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Ein wichtiger Aspekt für die pädagogische Arbeit der Zooschule ist dabei die Erd-Charta: „Jeder Mensch ist mitverantwortlich“.

Unser Ziel ist es, dass die Kernaussagen unserer Programme ver­innerlicht werden. Dabei sollen keine einzelnen Fakten auswendig wiedergegeben, sondern Zusammen­hänge erkannt, verstanden und das Erlernte nachhaltig angewendet werden können.           
Unsere Kindergeburtstagsangebote und Programme für private Gruppen vermitteln, dass Lernen Spaß macht und fördern das informelle Lernen.  

Öffentliche Bildungsangebote hingegen richten sich zusätzlich an heterogene Gruppen und haben das Ziel, eine breitere Besuchergruppe anzusprechen und dieser komplexe Themen leicht verständlich zu vermitteln, sowie einen einfacheren und anschaulichen Zugang zu zoorelevanten Themen oder Artenschutzaspekten zu ermöglichen. Die Besonderheit der Zooschulprogramme stellt die Möglichkeit der direkten Tier­begegnung dar. Dieser ganzheitliche Zugang zu ausgewählten Arten und Tier-Individuen unterstützt die nachhaltige Vermittlungsarbeit, indem hierbei nicht nur ein emotionaler Kontakt hergestellt wird, sondern Lerninhalte und Fakten buchstäblich begreifbar werden.

Unsere Ziele

  • Nachhaltige, ganzheitliche Wissensvermittlung
  • Besuchernahe Kommunikation
  • Natur- und Umweltbildung für alle
  • Integration von Menschen mit besonderen Bedürfnissen
  • Gelebte Nachhaltigkeit in der Bildungsarbeit und Betriebsstruktur
  • Niederschwelliger Zugang zu Bildung und Angebote zu sozialverträglichen Preisen
  • Arbeitsschutz und sicheres Arbeiten