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Tierpark Down Under – Australienvoliere öffnet für Besucher

18.04.2019

Großes Gezwitscher und Geflatter im Tierpark + Fossilium Bochum. Am 17.04.2019 wurde die neue Australienvoliere eröffnet. „In der renovierten Anlage können unsere Gäste in die Vogelwelt des fünften Kontinents eintauchen und dabei auch Arten entdecken, die nur selten in deutschen Zoos gehalten werden“, berichtet Zoodirektor Ralf Slabik. In nur wenigen Monaten Bauzeit wurde die Voliere für ihre neuen Bewohner umgebaut. Ein besonderer Hingucker ist die bunte Kolonie der Allfarbloris, die ihr bisheriges Quartier im Tierpark gegen das neue Domizil eingetauscht hat. Gesellschaft bekommen die farbenprächtigen Papageien von zwei Taubenarten: Friedenstäubchen und Buschtauben.

Zootierpfleger Nicolas Jung: „Wir wollen unseren Besucher*innen zeigen, wie vielfältig die Vogelwelt Australiens ist und dass es vor allem auch unter den Taubenarten viele Unterschiede und Besonderheiten gibt.“ Die in Australien und Neuguinea endemischen Friedenstäubchen bewohnen in ihrem Verbreitungsgebiet offene Wälder und Savannen. Sie sind überwiegend hell bis dunkelgrau gefiedert. Hals, Brust, Flügel und Rücken zieren mehrere schwarze, querverlaufende Bänder. Während sich ihre Mitbewohner, die schillernden Allfarbloris, überwiegend in den Ästen der Bäume und Sträucher aufhalten, sind die Friedenstäubchen meist am Boden zu sehen, wo sie nach Nahrung suchen. Buschtauben zählen wie die Friedenstauben ebenfalls zu den Neuzugängen des Tierparks. Damit ist der Tierpark der einzige Zoo in Deutschland, der diese Vogelart hält! Aufgrund ihres überwiegend bräunlich, metallisch schimmernden Gefieders werden sie auch als „Kleine Bronzeflügeltauben“ bezeichnet. Ihre Stirn ist orange-rot gefärbt und auch unterhalb des Schnabels sowie hinter den Augen leuchtet das Gefieder rot. Nicolas Jung: „Ihr natürlicher Lebensraum ist sehr divers. So findet man Buschtauben sowohl in offenen, karg bewachsenen Gebieten, als auch in Küstennähe oder in Feuchtgebieten. Interessant ist, dass sie sich genauso wie die Friedenstäubchen vermehrt in Bodennähe aufhalten und dort auch ihre Nester errichten.“

Bei der Gestaltung der Anlage arbeiteten Zoologie, Zootechnik und die Abteilung der Zoo- und Museumspädagogik eng zusammen. „Uns war es wichtig, den Lebensraum Australien für Mensch und Tier in Gänze erlebbar zu machen“, berichtet Zoodirektor Ralf Slabik und fährt fort: „Bereits der rote, sandige Bodengrund und künstlich verkohlte Äste versetzen einen in eine Buschbrand-Kulisse des Outbacks. Auf der anderen Seite findet man Savannen-typische Pflanzen, wie Ölweiden oder Schnee-Eukalyptus.“ Eine bauliche Besonderheit: „Tierparkbesucher*innen können bereits vom angrenzenden Stadtpark aus einen Blick in die neue Voliere erhaschen und so einen Vorgeschmack bekommen. Richtig spannend wird es aber im Tierpark selbst. Hier können Klein und Groß die Forscherhütte eines australischen Vogelkundlers entdecken und von dort aus einen ungehinderten Blick auf die fliegenden, badenden oder fressenden Vögel erhalten. Landestypische Exponate bereichern zusätzlich den Kurztrip nach Down Under.

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