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Karibik-Feeling im Terrarienhaus - Seltene Leguane im Tierpark + Fossilium Bochum

17.06.2019

Sie huschen flink über den schwarzen Sand oder sonnen sich entspannt auf den roten Felsen in ihrem Terrarium. Die zwei frisch zugezogenen Kubanischen Wirtelschwanzleguane (Cyclura nubila nubila) im Tierpark + Fossilium Bochum sind eine echte zoologische Besonderheit, denn außer in Bochum sind sie nur noch in einem weiteren deutschen Zoo zu sehen. Auch in ihrem natürlichen Lebensraum – der namensgebenden Karibikinsel Kuba – sind die kräftigen Echsen selten geworden, sodass sie mittlerweile von der Weltnaturschutzbehörde IUCN als „gefährdet“ gelistet werden.
Bevor das Echsenpaar im Bochumer Tierpark heimisch wurde, waren die Leguane im Zoo Neuwied zuhause. Nun teilen sich Männchen und Weibchen eine Anlage mit einer Grünen Ameive (Ameiva ameiva), deren Verbreitungsgebiet sich über Mittel- und Südamerika erstreckt. Das naturnah eingerichtete Terrarium gewährt einen Einblick in den Lebensraum der Tiere. Der Bodengrund aus dunklem Lavasand und Pinienrinde entführt auf die Vulkaninseln der Karabik und bietet eine ideale Grundlage für die neue Bepflanzung. Apropos Pflanzen: Hier fühlen sich Agaven, Yucca-Palmen und Drachenbäume, die an ein heißes und trockenes Klima gewöhnt sind, besonders wohl. Rote Kunstfelsen schaffen Klettermöglichkeiten und Sonnenplätze für die Tiere. Für Besucher*innen gibt es darüber hinaus auch weitere landestypische Dekoration zu entdecken, die für Karibik-Feeling sorgt.
Kubanische Wirtelschwanzleguane sind mit einer Körperlänge von 1,50 m die größten Vertreter aus der Gattung der Wirtelschwanzleguane. Sie sind hellbraun bis beige gefärbt und über den Körper sowie den Schwanz verlaufen dunkelgraue Querstreifen. Charakteristisch ist außerdem der gezackte Rückenkamm. „In ihrem Verbreitungsgebiet haben die adulten Tiere keine natürlichen Feinde und stehen sozusagen ganz oben in der Nahrungskette“, weiß Revierleiter Sebastian Manickam und fährt fort: „Dennoch sind alle acht Arten dieser Leguangattung akut in ihrem Bestand bedroht und das liegt nur an uns Menschen. Ihr natürlich begrenzter Lebensraum wird zunehmend zerstört. Oftmals dienen die Tiere der einheimischen Bevölkerung auch als wichtige Fleischlieferanten, was ebenfalls ein Problem darstellt. Deshalb ist es wichtig, dass wir als Zoo zum Schutz der seltenen Leguane beitragen.“

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