Aktuelles

Nachwuchs im Tierpark + Fossilium Bochum - Jungtiere bei den Keas und Präriehunden

02.06.2021

Auf das Papageien-Traumpaar im Tierpark + Fossilium Bochum ist Verlass: Auch in diesem Jahr ist bei den Keas wieder ein gesundes Küken geschlüpft. Inzwischen ist der Jungvogel schon fast zwei Monate alt. Zwischen den grauen weichen Daunen blitzen bereits die ersten olivgrünen Federn hervor, die bald das Jugendfederkleid bilden werden. Seit dem Schlupf wächst der kleine Papagei in der geschützten Bruthöhle im Warmhaus der Keas heran – stets behütet von seiner Mutter. Mittlerweile ist er jedoch so selbstständig, dass er die ersten Erkundungsgänge innerhalb der verwinkelten Höhle unternimmt. Wie es für Nesthocker üblich ist, wird es voraussichtlich noch einen weiteren Monat dauern, bis der Nestorpapagei das erste Mal sein Nest verlässt, um gemeinsam mit seinen Eltern die Außenvoliere zu erkunden.

Die neuseeländischen Keas sind die einzigen alpin lebenden Papageien. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet sind sie jedoch selten geworden und werden von der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefährdet“ eingestuft. Zum Erhalt der bedrohten Vogelart beteiligt sich der Bochumer Tierpark mit seinem Kea-Paar am Europäischen Zuchtbuch (ESB), das vom Zoo Bristol geführt wird. In den letzten Jahren wurden die Bochumer Nachzuchten erfolgreich an zoologische Einrichtungen in ganz Europa weitervermittelt, um neue Zuchtpaare zu bilden. Darunter sind beispielsweise auch Zoos in den Niederlanden, Frankreich und Tschechien.

Während der Kea-Nachwuchs für Tierparkbesucher:innen noch nicht zu sehen ist, hat man bei den Schwarzschwanz-Präriehunden mehr Glück! Hier sind in den letzten Wochen ebenfalls Jungtiere zur Welt gekommen, die inzwischen ihre unterirdischen Bauten verlassen haben und bereits ihre Anlage unsicher machen.  „Kurz nach der Geburt sind Präriehunde noch nackt und blind“, erklärt Revierleiterin Inga Riebel und fährt fort: „Das Fell entwickelt sich erst in der dritten Lebenswoche. Nachdem sie etwa eineinhalb Monate gesäugt wurden, machen die Kleinen ihre ersten Ausflüge.“

Ihre Anlage teilen sich die Tunnelgräber mit Präriekäuzen und Buntfalken. Präriehunde gehören zu den Nagern und sind enge Verwandte der Murmeltiere. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, der nordamerikanischen Steppe, leben sie in großen Kolonien zusammen. Zum Schutz vor Feinden graben sie, wie auch im Tierpark, Gänge und Höhlen, aus denen ein weit verzweigtes Tunnelsystem entsteht.

AIS-Image
AIS-Image
AIS-Image