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Familienglück bei „Carne“ und „Bocca“ - Doppelter Nachwuchs bei den Kune Kune im Tierpark + Fossilium Bochum

15.07.2021

Bei den Kune Kune Schweinen im Tierpark + Fossilium Bochum sind zwei gesunde, kleine Ferkel zur Welt gekommen. Mit ihrem roten Fell und schwarzen Flecken sind die Kleinen eine perfekte Mischung aus beiden Elterntieren. Die ersten Lebenswochen nach der Geburt verbringen die Jungtiere hauptsächlich mit Schlafen und Trinken. Dabei machen sie es sich mit Mutter „Bocca“ im Stroh gemütlich. Schauen die Zootierpfleger:innen nach dem Rechten oder bringen Futter, werden sie aber auch schon vom neugierigen Nachwuchs begrüßt und eifrig mit den kleinen Rüsseln beschnuppert. Beide Ferkel entwickeln sich prächtig und es wird nicht mehr lange dauern, bis sich die Ferkel auch auf den Auslauf trauen und somit für Tierpark-Besucher:innen zu sehen sein werden.

Bereits im letzten Jahr entpuppte sich der Erstnachwuchs der Kune Kune „Carne“ und „Bocca“ als Besuchermagnet. Inzwischen wurde eins der Jungtiere im Rahmen eines Zuchtprogramms erfolgreich an einen Hof in Norddeutschland vermittelt. Das zweite männliche Jungschwein aus dem Vorjahr leistet seinem Vater im Bochumer Tierpark derzeit im separaten Stall Gesellschaft, solange Sau „Bocca“ und ihr frischer Nachwuchs die erste intensive Zeit der Aufzucht für sich alleine genießen.

Die Kune Kune Schweine bereichern seit 2018 den Haus- und Nutztierbereich im Tierpark + Fossilium Bochum. Sie gehören einer gefährdeten Hausschweinerasse an, die aus Neuseeland stammt. In den 1970er Jahren waren die sehr sanftmütigen Schweine nahezu ausgerottet. Die European Kune Kune Pig Society (EKKPS), der auch der Bochumer Tierpark angehört, setzt sich bis heute für den Erhalt der Schweinerasse und somit für eine größere Diversität alter und seltener Haus- und Nutztierrassen ein. Ein charakteristisches Merkmal der Rasse sind die beiden Troddeln – zwei kleine Hautlappen - unter dem Kinn, die die Ureinwohner:innen Neuseelands „Piri Piri“ nennen. Sie sind wie alle Schweine omnivor – also „Allesfresser“ – ernähren sich aber überwiegend von Gras, Gemüse und anderem pflanzlichen Futter. Mit knapp 1,00 m Körpergröße können ausgewachsene Tiere stolze 100 kg auf die Waage bringen.

AIS-Image
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