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Studierende auf den Spuren von marinen Lebensformen - Meeresbiologische Exkursion im Tierpark + Fossilium Bochum

17.08.2021

Für gewöhnlich geht es für die Kollegen Prof. Dr. Bernd Sures und PD Dr. Christian Feld  gemeinsam mit ihren Studierenden der Universität Duisburg-Essen im Rahmen des Seminars zur Meeresbiologie auf eine Exkursion auf die Mittelmeerinsel Giglio. Doch in diesem Semester ist alles anders. Die pandemiebedingten Einschränkungen zwangen die Lehrenden des Fachbereichs Aquatische Ökologie zur Umstrukturierung des Lehrplans und so suchten sie nach einer größtmöglichen marinen Artenvielfalt mitten im Ruhrgebiet. Fündig wurden sie im Tierpark + Fossilium Bochum. Hier leben rund 2.000 Fische sowie über 1.000 weitere Süß- und Meerwasserbewohner, wie Korallen, Seesterne, Seeigel und Mollusken. An zwei Tagen – im Herbst 2020 und im August 2021 – besuchten die Biologiestudierenden den Tierpark, um die dortigen Unterwasserwelten zu erforschen.

In den Meerwasseraquarien des Bochumer Zoos lassen sich das komplexe Zusammenspiel der marinen Bewohner nachvollziehen und unterschiedliche Lebensgemeinschaften entdecken. „Die Exkursion soll den Teilnehmenden eine Übersicht der Tierstämme des Meeres anschaulich vermitteln“, erklärt Bernd Sures. „Wir sind sehr froh, im Tierpark die Möglichkeit zu haben, die verschiedenen Organismen in naturnahen Lebensräumen beobachten zu können.“ Eine Führung vor und hinter die Kulissen des Aquarien- und Terrarienhauses ermöglichte den Studierenden einen Einblick in die tierpflegerische Arbeit des Tierparks sowie in die nötige Technik, die hinter der anspruchsvollen und fachgerechten Haltung steht. Neben Bestimmungsübungen anhand lebender Tiere wurden auch museale Exponate unter die Lupe genommen. „Als Tierpark und Naturkundemuseum verfügen wir nicht nur über unsere bekannte Fossilienausstellung, sondern auch über eine sehr umfangreiche Muschel- und Korallensammlung. Diese Exemplare stammen einerseits aus den Nachlässen einiger dem Tierpark verbundenen Sammler, als auch teilweise aus Beschlagnahmungen des Zolls“, erläutert die stellvertretende Zoodirektorin Kerstin Schulze.
Im Laufe ihrer Erkundungen erarbeiteten die Studierenden so eine Übersicht der diversen Arten mit ihren jeweiligen biologischen Besonderheiten. Die Ergebnisse wurden abschließend der Gruppe präsentiert.

Zoodirektor Ralf Slabik begrüßt das Gemeinschaftsprojekt mit der Universität Duisburg-Essen. „Die Zusammenarbeit mit Hochschulen in den Bereichen Bildung und Forschung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Aufgaben als wissenschaftlich geführter Zoo. Mit unserer fachlichen Expertise in der Aquaristik und unserem zoologischen sowie musealen Bestand können wir auch in diesem Fall den Studierenden einen praxisnahen Lernort und einen wirklichen Mehrwert zur universitären Lehre bieten.“ Die positive Resonanz aller Beteiligten legt den Grundstein für eine Wiederholung der Exkursion in den kommenden Semestern.

AIS-Image
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