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Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt? Die Feldlerche - Vogel des Jahres 2019

Bochum (Tierpark). Der Tierpark + Fossilium Bochum und der NABU Bochum begrüßen am 07. März 2019 gemeinsam den Frühling mit einem Vortragsabend über den Vogel des Jahres 2019: Die Feldlerche.

Den Gesang der Feldlerche (Alauda arvensis) hoch am Himmel kennen heute nur noch wenige. Dabei ist gerade der Singflug, bei dem sie in der Luft verharrt und ihr Lied trillernd und zirpend vorträgt, charakteristisch für die heimische Vogelart. Ihrem Namen entsprechend bevorzugt die Feldlerche vor allem weite, ebene Flächen. Als typischer Agrarvogel ist sie mit ihrem beigen bis rötlich-braunen Gefieder auf dem Ackerboden besonders gut getarnt. Doch Lebensraum und Nahrungsgrundlage haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Monokulturen ohne Brachflächen als Schneisen, der Rückgang von Heiden und Mooren sowie der Einsatz von Pestiziden wurden der Feldlerche zum Verhängnis. Die Feldlerche ist eine der wenigen Arten, die wiederholt vom Naturschutzbund Deutschland und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) zum "Vogel des Jahres" gewählt wurden. Bereits 1998 warnten die Naturschützer vor einem drastischen Rückgang der Populationen. Die Prophezeiungen haben sich bewahrheitet: mehr als jede vierte Lerche ist aus dem Brutbestand Deutschlands verschwunden. Auch andere Feldvögel, wie Kiebitz und Rebhuhn sind betroffen. Mit der Wahl zum Jahresvogel soll erneut auf das Erfordernis einer grundlegenden Änderung der europäischen Agrarpolitik hingewiesen werden.

In einem bebilderten Vortrag stellt Referent Dr. Dieter Hasselmann Lebensweise und Ansprüche der Feldlerche vor und geht damit stellvertretend auf die Problematik der Feldvögel in der industrialisierten Agrarwirtschaft und die Forderungen von NABU und LBV ein. Der Vortrag findet im Veranstaltungssaal des Tierparks zwischen der Kassenhalle und der Tierparkgaststätte Franz Ferdinand statt. Der Einlass erfolgt ab 19:00 Uhr direkt über den Veranstaltungsraum, der Vortrag startet um 19:30 Uhr (Dauer ca. 1,5 h). Der Eintritt kostet 3 €, Mitglieder zahlen 2 €.

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