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Fragen der Genetik, Ökologie und Evolution, RUB-Studierende präsentieren Posterausstellung im Tierpark

01.02.2019

Wie ist der Artenreichtum im Amazonasgebiet und in den tropischen Meeren zu erklären? Welchen Wandel hat das Klima in der Erdgeschichte erfahren? Wie haben sich Haie und Rochen von der Urzeit bis heute verändert und wie hat eine der bekanntesten Fossilienlagerstätten Deutschlands – Solnhofen – vor 150 Millionen Jahren ausgesehen? Diesen sowie aktuellen Fragen aus der Genetik sind die Masterstudierenden der Ruhr-Universität Bochum aus der Vertiefungsrichtung Paläontologie auf den Grund gegangen. Auf insgesamt 14 Postern haben sie ihre wissenschaftlichen Ergebnisse festgehalten und für Laien verständlich aufbereitet. Ab Freitag, 01.02.2019, wird die Posterausstellung für drei Wochen im Fossilium des Bochumer Tierparks zu sehen sein. Die Arbeiten der Studierenden gliedern sich dabei sinnvoll in das Gesamtkonzept des Aquarien- und Terrarienhauses mit seiner integrierten Fossiliensammlung ein. Besucher*innen können hier in der Erdgeschichte zurück reisen und die urzeitliche Tier- und Pflanzenwelt anhand der versteinerten Funde vor dem inneren Auge wieder aufleben lassen. Gleich nebenan schwimmen oder kriechen rezente Verwandten der ausgestorbenen Tiere und geben einen Einblick in die Biodiversität exotischer Lebensräume.

Zur Eröffnung der Ausstellung lud der Tierpark + Fossilium Bochum Schüler*innen des Louis-Baare-Berufskollegs ein. Im Rahmen des Biologieunterrichts setzen sich die Berufsschüler*innen einen Vormittag lang mit den Arbeiten der Studierenden auseinander. „Das Ziel war es, die aktuell im Unterricht behandelten Themen der Genetik und Ökologie aus einem wissenschaftlichen Blickwinkel zu betrachten. Dazu stellten die angehenden Paläontologen ihre Poster in Kurzvorträgen vor und beantworteten weiterführende Fragen“, erklärt Kerstin Schulze, Leiterin der Zooschule. In Gruppenarbeit sollen die Schüler*innen das Gelernte in eigenen Referaten zusammenfassen und als Form der Nachbereitung im Schulunterricht für ihre Mitstreiter vortragen. Kerstin Schulze: „Wir freuen uns, dass wir den beiden Bildungseinrichtungen als außerschulischer Lernort und mit der Kombination aus Tierpark und Naturkundemuseum eine geeignete Plattform für den Wissensaustausch bieten konnten. Die Studierenden haben darüber hinaus die Möglichkeit, ihre Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.“

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