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2018: Ein neues Rekordjahr für den Tierpark + Fossilium Bochum

14.01.2019

Der Tierpark + Fossilium Bochum beginnt das neue Jahr mit positiven Nachrichten, denn in den vergangen zwölf Monaten konnte ein neuer Besucherrekord verzeichnet werden! Mehr als 332.000 Besucher*innen kamen 2018 in den Bochumer Zoo, um in die Welt der Tiere einzutauchen – fast 100.000 Menschen mehr als noch vor fünf Jahren. Bisher galt das Vorjahr 2017 als Jahr der Superlative mit Spitzenergebnissen in allen Bereichen. Diese konnten 2018 nun erneut getoppt werden! Bereits im Sommer zeichnete sich eine positive Besucherentwicklung ab. Selbst heiße Sommertage konnten Tierparkliebhaber nicht davon abhalten, ihren Zoo zu besuchen. Auch die Else-Baltz-Zooschule freut sich über eine erneute Besuchersteigerung im vergangenen Jubiläumsjahr. Über 22.000 Kinder und Erwachsene nahmen an einem Umweltbildungsangebot der Zooschule teil. Dabei betreute die Bildungseinrichtung des Tierparks nicht nur Schulklassen, Kitas und andere Besuchergruppen aus Bochum. Mittlerweile machen die Besucher*innen aus den umliegenden Städten mehr 55% der Gesamtzahlen aus.

Zoodirektor Ralf Slabik blickt mehr als zufrieden auf die Bilanz zurück: „Wir sind sehr stolz auf den erneuten Zuwachs, wissen jedoch, dass es neben Quantität vor allem Qualität ist, die einen guten Zoo ausmacht. Aus diesem Grund sind wir immer in Entwicklung!“ In der Vergangenheit wurden kontinuierlich bauliche Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Tierparks unternommen. Als Paradebeispiele seien hier die Schaufutterküche und der Zoologische Bewegungsspielplatz zu nennen, auch die Tieranlagen werden stetig saniert und modernisiert. Im letzten Jahr zählte dazu z.B. der gesamte Haustierbereich, inklusive Streichelzoo. Außerdem wurde mit dem Umbau der neuen Australienvoliere begonnen, die in naher Zukunft von farbenprächtigen Gebirgsloris und anderen australischen Vogelarten bezogen wird. „Besonders gespannt blicken wir in 2019 auf ein großes Bauprojekt, mit dem wir einen völlig neuen Lebensraum mit neuen Tierarten schaffen werden. Ein Teilbereich dieser Anlage wird zudem einer interaktiven Ausstellung gewidmet, mit der wir den hohen Stellenwert unserer Bildungsarbeit erneut in den Fokus rücken möchten“, verrät Ralf Slabik über die Pläne der nächsten Monate. „Als Tierpark sehen wir uns auch als Umweltbildungszentrum und arbeiten nach dem Motto ‚entdecken, lernen, schützen‘.“

Mit Beginn des Jahres wurde außerdem die alljährliche Inventur abgeschlossen. Das Ergebnis: Auf einer Fläche von 20.000 m² zeigt der Tierpark + Fossilium Bochum eine Vielfalt aus 3.750 Tieren in 340 Arten! Zuletzt konnten im Rahmen der großen Zählung zwei Afrikanische Zwergziegen in die Bestandsliste aufgenommen werden, die Anfang der zweiten Januarwoche geboren wurden. Seit Weihnachten erblickten insgesamt acht Zicklein das Licht der Welt und sorgen seitdem für ordentlichen Wirbel im Streichelzoo. 2018 hat sich einiges im Tierbestand verändert. Im Haustierbereich können Besucher die beiden Kune Kune-Schweine Carne und Bocca sowie zwei neue Rasseziegen – eine Walisische Schwarzhalsziege und eine Thüringer Waldziege – entdecken. Im Aquarienhaus gab es ebenfalls Zuwachs! Zuletzt hieß das Team eine Gruppe von Fischen aus dem Zoo Leipzig willkommen, darunter drei Epaulettenhaie und einen Igelfisch.

Eine Inventur in kleinerer Größenordnung findet jedoch eigentlich jeden Tag statt, erklärt Jens Stirnberg, Abteilungsleiter der Zoologie: „Zur morgendlichen Routine gehört ein Rundgang durch die Reviere, bei dem wir überprüfen, ob es allen Schützlingen gut geht oder ob über Nacht vielleicht ein Jungtier geboren wurde bzw. geschlüpft ist.“ Alle Veränderungen werden genauestens protokolliert. Die aktualisierten Bestandsübersichten werden an das für den Tierpark zuständige Veterinäramt und andere verantwortliche Behörden geschickt. Da der Tierpark außerdem an diversen zooübergreifenden Zuchtprogrammen für gefährdete Tierarten teilnimmt, übermittelt das Team die Daten auch an die Zuchtbuchkoordinatoren, die auf dieser Grundlage neue Zuchtpaare und –gruppen zusammenstellen oder die Wiederansiedlung eines Tieres in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet in die Wege leiten.

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