Purpurhuhn

Purpurhuhn

Porphyrio porphyrio

Gewicht730 – 680 g
GrößeKörperlänge 45 – 50 cm, Flügelspannweite bis 100 cm
VerbreitungMittelmeerraum, Eurasien
LebensraumIn Wassernähe: Seeufer, Sümpfe, Lagunen, langsames Fließgewässer
ErnährungOmnivor: Sprossen, Blüten, Wasserpflanzen, Knollen. Gelegentlich kleinere wirbellose Tiere und Eier
AlterDurchschnittlich bis 12 Jahre, gelegentlich bis 25 Jahre
FeindeMenschliche Einflüsse
IUCN-StatusNicht gefährdet

Wissenswertes

Die Purpurhühner gehören seit März zum Bestand des Tierparks und teilen sich ihre Voliere mit den Waldrappen. Purpurhühner sind größere Verwandten der Blässhühner aus der Familie der Rallen und leben meist in Gewässernähe oder Feuchtgebieten. Der weltweite Bestand wird auf etwa 780.000 bis 2,9 Millionen Tiere geschätzt. Allerdings gab es im 20. Jahrhundert einige Bereiche im Verbreitungsgebiet der Purpurhühner, in denen der Bestand stark zurückging oder, wie z.B. auf Sizilien, vollständig erlosch. Durch intensive Schutz- und Wiederansiedlungsmaßnahmen konnte dieser Negativtrend zum Glück umgekehrt werden.

Nachwuchs

Das Nest wird entweder als schwimmende Insel auf dem Wasser oder in der geschützten Ufervegetation errichtet. Die Eier werden von beiden Partnern im Wechsel bebrütet, wobei sich die Henne den hauptverantwortlichen Part übernimmt. Als Nestflüchter werden die Jungtiere nur kurze Zeit von ihren Eltern versorgt und gehen schnell selbstständig auf Nahrungssuche.

Besonderheiten

Besonders charakteristisch ist der schrille Ruf des Purpurhuhns, der an eine nasale Trompete erinnert. Dieser ist vor allem in der Balz zu hören. Hat sich ein Paar gefunden, beginnen Männchen und Weibchen gemeinsam mit dem Nestbau, wobei der Hahn die meiste Arbeit übernimmt.

Erkennungsmerkmal

Purpurhühner haben ein schillerndes, blaues Gefieder, welches in der Sonne violett leuchtet. Im Kontrast dazu stehen das rote Stirnschild, das in einem kräftigen Schnabel endet, sowie die ebenfalls roten Beine. Ihre langen, kräftigen Beine kommen ihnen in ihrem Lebensraum am Wasser zu Gute. Außerdem können sie damit besonders gut im Schilf klettern. Die Küken haben, üblich für Vögel, zunächst optisch wenig gemeinsam mit ihren adulten Artgenossen. Das graue Jugendkleid wird erst nach einigen Monaten gegen das Prachtgefieder ersetzt.

Weitere Informationen