Königspython

Python regius

Gewicht1 – 3 kg
GrößeBis 2 m
VerbreitungWestafrika, Zentralafrika
LebensraumTrockenwald, Regenwald, Savanne
ErnährungVögel, kleine Säugetiere
AlterBis 40 Jahre in menschlicher Obhut
FeindeGreifvögel
IUCN-StatusNicht gefährdet
AIS-Image

Wissenswertes

Der Königspython gehört zu den Riesenschlangen und erreichte eine Maximallänge von etwa zwei Metern. Er bewohnt die Savannen, Trockenwälder und den tropischen Regenwald West- und Zentralafrikas. Dabei meidet er auch die Nähe menschlicher Siedlungen nicht. Die ungiftige Schlange ist dämmerungs- und nachtaktiv und versteckt sich tagsüber in unterirdischen Bauten, unter Wurzeln oder in Termitenhügeln. Jüngere und kleinere Exemplare klettern gerne auf Bäume und jagen dort nach kleinen Vögeln, während große Königspythons bevorzugt Bodenbewohner. Noch heute werden tausende Königspythons gefangen und exportiert. Dies führt in den Ursprungsländern zu einer raschen Vermehrung von Ratten und Mäusen, die wiederum die Ernte der Bauern gefährden. Beim Kauf eines Königypythons sollte daher unbedingt auf die Herkunft geachtet werden. Königypythons stehen im Washingtoner Artenschutzübereinkommen als gefährdete Art.

Nachwuchs

Pro Gelege legt ein Königspython drei bis 15 Eier in unterirdische, von anderen Tieren übernommene Bauten. Nach etwa 60 Tagen schlüpfen die Jungtiere, die direkt nach dem Schlupf etwa 50 Gramm schwer und etwa 40 Zentimeter lang sind. Die jungen Schlangen wachsen anfangs sehr schnell und haben ihr Gewicht nach einem halben Jahr bereits vervielfacht.

Besonderheiten

Der Königspython wird im Englischen Ball Python genannt, da er sich bei Gefahr ballförmig zusammenrollt und größtenteils auf die schlangentypische Drohgebärde, bei der sich der vordere Körper in S-Haltung aufrichtet, verzichtet. Der Kopf ruht im Zentrum dieser ballförmigen Verschlingung und ist so besonders gut geschützt.

Erkennungsmerkmal

Die Grundfärbung des Königspythons ist ein helles bis dunkles Schokoladenbraun. Auf der gesamten Körperoberseite hat er unregelmäßige gelblich-beige Flecken. Die Bauchseite ist einfarbig hell. Der deutlich vom Hals abgesetzte Kopf ist, ebenso wie die Schnauze, recht breit. Wie alle Pythons hat auch der Königspython Aftersporne. Diese Überreste der hinteren Extremitäten werden auf die evolutionäre Abstammung der Schlangen von vierbeinigen Reptilien zurückgeführt. Männliche Königspythons nutzen ihre Aftersporne während der Balz und Paarung, bei Weibchen sind sie funktionslos.