Einsiedlerkrebs

Einsiedlerkrebs

Pagurus bernhardus

Gewicht200 – 400 g
Größe1 – 3 cm Kopf-Rumpflänge; insgesamt bis zu 8 cm
VerbreitungNordsee, Ostsee, Ärmelkanal, Atlantik, Mittelmeer
LebensraumKüstennah; Priele, Gezeitentümpel, Weich- und Hartböden
ErnährungPlankton, Zooplankton, Würmer, Aas
FeindeFische; Tintenfische, Haie
IUCN-StatusKein Status

Wissenswertes

Der Gemeine Einsiedlerkrebs ist ein Bewohner der Nord- und der westlichen Ostsee. Man findet ihn ebenso im Mittelmeer, im Ärmelkanal und an der europäischen Atlantikküste. Namensgebend für den Einsiedlerkrebs war seine Eigenschaft, immer wieder in leere Schneckenhäuser zu ziehen, um seinen empfindlichen Hinterleib zu schützen. Ist der Krebs gewachsen, häutet er sich und muss sich ein neues, größeres Schneckenhaus suchen. Die größten Exemplare leben daher tiefer im Wasser, wo sie leere Wellhornschneckengehäuse suchen. Mit Hilfe des größeren von beiden Scherenbeinen können sie ihr Haus verschließen und sich so vor Feinden verstecken. Einsiedlerkrebse sind Allesfresser und suchen mit ihren kleineren Scheren ihre Umgebung nach Essbarem ab. Sie leben oft in Symbiose mit Nesseltieren.

Nachwuchs

Die Larven von Krebsen durchlaufen mehrere Entwicklungsstadien, in denen immer mehr Merkmale eines ausgewachsenen Krebses auftreten. Erst im letzten Schritte wachsen sie zu adulten Krebsen heran.

Besonderheiten

Auch bei Einsiedlerkrebsen gibt es Rechtshänder und Linkshänder. Es wird unterschieden zwischen den Rechtshändigen Einsiedlerkrebsen – so auch der Gemeine Einsiedlerkrebs – und den Linkshändigen Einsiedlerkrebsen. Sie unterscheiden sich durch die Seite, an der sie das deutlich größere Scherenbein tragen.

Erkennungsmerkmal

Der Einsiedlerkrebs hat rötlich braune bis gelbliche Gliedmaßen. Seine Kopf-Brust-Panzerlänge beträgt etwa drei Zentimeter. Seine Augen sitzen auf Stielen, der sackförmige Hinterleib steckt im Schneckenhaus. Er verfügt über sehr lange Antennen. Seine rechte Schere ist deutlich größer als die Linke.

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