Frettchen

Frettchen

Mustela putorius furo

Gewicht600 – 2 300 g
Größe40 – 80 cm
VerbreitungMittel- und Nordeuropa
LebensraumSumpfgebiete, lichte Wälder, Baum- und Feuchtsavannen
ErnährungKleine Wirbeltiere
Alter7 – 10 Jahre
IUCN-StatusKein Status

Wissenswertes

Das Frettchen gehört zur Familie der Marder und stammt vermutlich vom Europäischen Iltis ab. Ihr Sehsinn ist nicht besonders gut, dafür können sich Frettchen auf ihre Nasen und Ohren verlassen. Zusätzlich helfen ihnen die Tasthaare bei der Orientierung im Dunkeln. Frettchen haben eine besonders biegsame Wirbelsäule, sodass sie ihren Kopf um fast 180 Grad drehen können. Aufgrund eines sehr kurzen Darms, dem fehlenden Blinddarm und daher einer kurzen Verdauungszeit, muss das Frettchen alle drei bis vier Stunden fressen.

Nachwuchs

Das Frettchen erreicht mit etwa sechs Monaten die Geschlechtsreife und kann sich das ganze Jahr über fortpflanzen. Die Tiere sind polygam, das heißt sie paaren sich mit mehreren Partnern innerhalb einer kurzen Zeit. Nach etwa 42 Tagen bringt das Weibchen zwischen drei und zwölf Jungtiere zur Welt. Mit drei Wochen sind die Jungen selbstständig.

Besonderheiten

Im 4. Jahrhundert v.Chr. wurden Frettchen in den Schriften von Aristoteles als Helfer bei der Jagd auf Kaninchen oder Ratten und Mäuse erwähnt. Auch noch heute werden sie zu Jagdzwecken genutzt, jedoch nur noch selten. Diese Form der Jagd nennt sich „Frettieren“ und unterliegt dem Bundesjagdgesetz. Heutzutage werden die Tiere jedoch meistens als Haustiere gehalten.

Erkennungsmerkmal

Bei Frettchen sind viele Fellfärbungen möglich. Der Körperbau der Tiere ist schlank und langgestreckt, die Beine sind im Vergleich zur Körperlänge recht kurz. Markant sind die weißen Gesichtsmasken. Männliche Frettchen werden deutlich größer und schwerer als die weiblichen Tiere. Zusätzlich ist das Gewicht von der Jahreszeit abhängig. Der Unterschied zwischen dem Winter- und Sommergewicht beträgt bis zu einem Drittel des Gesamtgewichts.

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