Mertens-Wasserwaran

Mertens-Wasserwaran

Varanus mertensi

GewichtBis 3 kg
GrößeBis 130 cm
VerbreitungNordaustralien und umliegende Inseln
LebensraumAusschließlich in Wassernähe: Küsten, an Seen und Flüssen
ErnährungFische, Krebstiere, Insekten, Amphibien, Vögel, kleine Säugetiere
AlterÜber 20 Jahre
FeindeBedroht durch die Agakröte
IUCN-StatusVom Aussterben bedroht

Wissenswertes

Der Mertens-Wasserwaran ist ein stark ans Wasser gebundener Waran, der in Nordaustralien vorkommt. Dort findet man ihn ausschließlich wassernah, sowohl an Flüssen und Seen als auch in Küstenregionen. Somit kommt der Wasserwaran nicht flächendeckend, sondern nur punktuell an Gewässern in Australien vor. Auch seine Nahrung bezieht der tagaktive Einzelgänger aus dem Wasser. Bevorzugt jagt er aktiv Fische oder Frösche, Vögel und Säugetiere in Wassernähe, sowie Insekten und Krebse. Auch Reptilieneier werden nicht verschmäht. Nachts zieht er sich in seine nahe dem Wasser gelegenen Bauten zurück. In ihrer Heimat sind die Reptilien durch die dort angesiedelte Agakröte potentiell gefährdet. Versuchen sie diese zu fressen, sterben sie häufig aufgrund der Hautgifte, die diese Kröten absondern.

Nachwuchs

Die Paarungszeit der Mertens-Wasserwarane liegt zwischen Dezember und März. Wie bei vielen anderen Waranen tragen die Männchen sogenannte Kommentkämpfe um die Weibchen aus. Diese sind ritualisiert und in der Regel ungefährlich für die Kontrahenten. Nach der Paarung legt das Weibchen zu Beginn der Trockenzeit zwischen drei und 14 Eier und vergräbt sie bis zu einem halben Meter tief im Sand. Die Jungen schlüpfen in der nächsten Regenzeit, was bis zu einem Jahr dauern kann. Während dieser Zeit finden die jungen Warane die meiste Nahrung.

Besonderheiten

Die Atmung des Wasserwarans hat sich speziell an sein Leben im Wasser angepasst. Die Herzfrequenz senkt sich beim Tauchen um über 80 Prozent. Darüber hinaus kann der Körper des Mertens-Wasserwarans auch über einen längeren Zeitraum ohne Sauerstoffzufuhr Energie gewinnen.

Erkennungsmerkmal

Mertens-Wasserwarane werden etwa einen Meter lang. Der Antrieb für das Schwimmen wird durch den seitlich abgeflachten Ruderschwanz ermöglicht. Der Schwanz ist dabei etwa anderthalbmal so lang wie die Kopf-Rumpf-Länge. Ihre Nasenlöcher sind nach oben verlagert, sodass sie während des Schwimmens über der Wasseroberfläche liegen. Die Oberseite des Körpers ist graubraun bis schwarz, die Körperunterseite dagegen hellbraun bis cremefarben. Auf dem Rücken hat der Waran kleine gelbliche Tupfen, Hals und Brust sind grau gesprenkelt.

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