Rotmilan

Rotmilan

Milvus Milvus

Gewicht870 – 1380g
GrößeKörperlänge 60 – 73 cm, Flügelspannweite bis 166 cm
VerbreitungMitteleuropa, insbesondere Ostdeutschland
LebensraumLaubwald mit angrenzender Kultursteppe, Hügelland; Überwinterung in Südeuropa
ErnährungKleinere Nagetiere, Vögel und Fische; gelegentlich Insekten oder Aas
AlterDurchschnittlich bis 12 Jahre, gelegentlich bis 25 Jahre
FeindeMenschliche Einflüsse
IUCN-StatusVorwarnstufe (bedingt gefährdet)

Wissenswertes

Der Rotmilan gehört zur Familie der Habichtartigen und ist einer der größten einheimischen Greifvögel. Die Vögel gelten als sozial, denn sie finden sich zu Jagd- und Schlafgesellschaften zusammen und zeigen kein territoriales Verhalten. Natürliche Feinde hat der Rotmilan nicht. Dennoch ist der Bestand je nach Region bedingt bis stark gefährdet und der Rotmilan daher, wie alle heimischen Greifvögel, streng geschützt. Menschliche Einflüsse, wie Landwirtschaft, Forstarbeiten, Windenergieanlagen oder das Auslegen von Giftködern, stellen die größte Bedrohung für Rotmilane dar.

Nachwuchs

Rotmilane brüten ausschließlich in bestimmten Brutrevieren und halten dort nicht selten über Jahre an einen bestimmten Horst (Nest) fest. Gegen Ende März legt das Weibchen 2-3 Eier. Während sie brütet, schafft das Männchen Nahrung herbei. Nach 30-34 Tagen schlüpfen die Küken, welche nach etwa 50 Tagen die Flugfähigkeit erreichen.

Besonderheiten

Der Rotmilan ist in Mitteleuropa heimisch, die meisten Vögel überwintern jedoch im wärmeren Südeuropa. Dabei legt er Strecken bis zu 1.400 km zurück. Der Zug beginnt im August. Zwischen 50% und 60% der ca. 29.000 Brutpaare brüten in Deutschland, dabei vorwiegend in Ostdeutschland.

Erkennungsmerkmal

Auf den ersten Blick ist der Rotmilan nicht gut von anderen heimischen Greifvögeln wie Bussard oder Adler zu unterscheiden. Ein Blick auf seine Schwanzfeder gibt jedoch Aufschluss. Der Rotmilan verfügt über einen stark gegabelten V-förmigen Schwanz, der sich sowohl von Schwarzmilan als auch von Adler und Bussard unterscheidet. Besonders gut ist dies zu erkennen, wenn sich der Rotmilan im Segelflug befindet.

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