Seidenspinne

Seidenspinne

Nephila sp.

Größe2 – 6 cm (ohne Beine)
VerbreitungNordamerika, Südamerika, Afrika, Asien, Australien
LebensraumWälder, Parks, in dichter Vegetation, auch an Straßenrändern
ErnährungInsekten
FeindeVögel, Eidechsen, andere Spinnen
IUCN-Statusungefährdet

Wissenswertes

Insgesamt gibt es 23 Arten von Seidenspinnen, die beinahe auf allen Kontinenten der Welt vertreten sind. So findet man sie im tropischen wie subtropischen Südamerika, in den USA, in Asien, Afrika und Australien. Vorwiegend ernähren sich Seidenspinnen von Insekten, wie Heuschrecken, die sie in ihren Netzen fangen. Mit Hilfe ihrer Cheliceren (Kieferklauen) injiziert sie Gift in die Beute und transportiert sie zu ihrer Narbe (Sitzplatz der Spinne im Netz) um sie dort einzuspinnen. Der Biss der Seidenspinne ist für den Menschen tendenziell ungefährlich, verursacht allerdings etwa einen Tag lang Schmerzen und hinterlässt auffällige Rötungen. Fossile Funde weisen darauf hin, dass es Seidenspinnen schon seit über 160 Millionen Jahren gibt.

Nachwuchs

Männliche Seidenspinnen sind deutlich kleiner als Weibliche. Zur Paarung sucht ein Männchen das Netz eines Weibchens auf und klettert an den Hinterleib des weiblichen Tieres um dort seine Spermien abzugeben. Nach der Paarung verlässt das Männchen seine Partnerin wieder. Einige Wochen nach der Befruchtung baut das Weibchen einen bis mehrere Kokons, in die es nicht selten bis zu mehrere Tausend Eier legt.

Besonderheiten

Das Material, aus dem die Seidenspinne ihre großen Netze spinnt, ist außergewöhnlich stabil und reißfest und somit auch für die Forschung interessant. Die Netze einiger Arten, in denen sich auch kleine Vögel oder Fledermäuse verfangen können, werden von der einheimischen Bevölkerung teilweise als Fischernetze benutzt.

Erkennungsmerkmal

Im Vergleich zu weiblichen Seidenspinnen ist das Männchen geradezu winzig. Je nach Art erreicht eine weibliche Seidenspinne eine Körperlänge von bis zu sechs Zentimetern, die langen und sehr dünnen Beine nicht dazu gerechnet. Der Körper unterteilt sich in einen kleineren Vorderkörper und einen deutlich größeren Hinterkörper. Beides ist bei der Seidenspinne eher schmal und langgestreckt. Die Grundfärbung unterscheidet sich je nach Art. So gibt es schwarze, gemusterte, helle oder rotbraune Arten.

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