Nachhaltige Mode im Fokus
Fast-Fashion-Workshop im Tierpark + Fossilium Bochum
Welche Auswirkungen hat unser Modekonsum auf Umwelt, Klima und Artenvielfalt? Mit dieser Frage setzten sich 25 Schülerinnen und Schüler aus Bochum im Rahmen eines Fast-Fashion-Workshops im Tierpark + Fossilium Bochum auseinander. Der Workshop fand als Schüler:innen-Akademie im Rahmen des Landesprogramms „Schule der Zukunft“ (SdZ) statt und widmete sich intensiv dem Thema nachhaltiger Mode. Ziel des Workshops war es, die Teilnehmenden zu Impulsgebenden auszubilden. Sie sollten befähigt werden, das Thema nachhaltiger Mode in ihre Schulen weiterzutragen und eigene Kleidertauschpartys zu organisieren.
„Als BNE-Regionalzentrum ist es uns besonders wichtig, Bildung für nachhaltige Entwicklung erlebbar und greifbar zu machen. Im Fast-Fashion-Workshop konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden, ihr Wissen weitergeben und so zu Impulsgebenden für nachhaltiges Handeln werden. Wir danken unseren Partnern herzlich für die Unterstützung bei der Umsetzung dieses Herzensprojekts“, erklärt Zoodirektor Ralf Slabik.
Im Mittelpunkt stand dabei das Nachhaltigkeitsziel (Sustainable Development Goal, SDG) 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“. In Kooperation mit der USB Bochum GmbH, der Verbraucherzentrale NRW e. V. sowie dem Bildungsprojekt „sevengardens Bochum“ des Kommunalen Integrationszentrums erhielten die Jugendlichen einen umfassenden Einblick in die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Textilindustrie. Dabei wurde auch der Zusammenhang zwischen Mode, Biodiversität und Artenschutz thematisiert, denn die Produktion von Kleidung beansprucht oft große Mengen an Wasser, Chemikalien und Landressourcen, wodurch natürliche Lebensräume beeinträchtigt werden.
Was ist Fast Fashion?
Fast Fashion ist die schnelle Produktion großer Mengen günstiger Kleidung. Trends werden schnell kopiert und oft mit minderwertigen Materialien umgesetzt, um vor allem junge Kundinnen und Kunden anzusprechen.
Der Workshop war in mehrere Lern- und Praxisphasen gegliedert. Nach einer Einführung und Sensibilisierung für das Thema Fast Fashion mit alltagsnahen Beispielen durch die USB Bochum GmbH und die Verbraucherzentrale NRW durchliefen die Teilnehmenden vier interaktive Workshop-Stationen der jeweiligen Kooperationspartner. Dort beschäftigten sie sich unter anderem mit der Herstellung eigener, nachhaltiger Pflanzenfarben zum Einfärben und Bedrucken von Stoffen, den Umweltauswirkungen von Fast Fashion, der Entsorgung von Kleidung sowie mit Qualitätsmerkmalen langlebiger Textilien. Das neu erworbene Wissen konnten sie direkt praktisch anwenden.
In den Wochen nach dem Workshop setzten die Jugendlichen das Gelernte erfolgreich in die Praxis um. An mehreren Schulen fanden Kleidertauschpartys statt, die auf großes Interesse stießen. Zahlreiche Kleidungsstücke wechselten die Besitzerin bzw. den Besitzer und erhielten so ein zweites Leben. Neben den Organisierenden profitierten auch die Teilnehmenden der Tauschaktionen von neuen Impulsen zu nachhaltigem Konsum. Ziel ist es, die Kleidertauschpartys langfristig als feste Veranstaltungen an den Schulen zu etablieren und den gegenseitigen Wissensaustausch weiter zu fördern.
Der Fast-Fashion-Workshop im Tierpark + Fossilium Bochum zeigt beispielhaft, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erlebbar werden, sowie gesellschaftliche Verantwortung und kreatives Handeln miteinander verknüpft werden können – und wie junge Menschen motiviert werden, nachhaltigen Konsum aktiv in ihren Alltag zu integrieren.
Bildunterschriften:
Foto©Tierpark Bochum_1: Fast-Fashion-Workshop im Tierpark Bochum
Foto©Tierpark Bochum_2: Fast-Fashion-Workshop im Tierpark Bochum
Foto©Tierpark Bochum_3: Kleidertauschparty am Hellweg-Gymnasium Bochum
Foto©Tierpark Bochum_4: Kleidertauschparty Neues Gymnasium Bochum













