World Wildlife Day am 03. März
Der von den Vereinten Nationen (UN) ausgerufene World Wildlife Day am 3. März erinnert an die Unterzeichnung des CITES-Abkommens und macht weltweit auf die Bedeutung wildlebender Tiere und Pflanzen aufmerksam. Zoologische Einrichtungen zeigen an diesem Tag ihre Verantwortung und Erfolge im Arten- und Lebensraumschutz.
Für viele Kinder sind Tierparks und Zoos der erste Ort, an dem sie Artenvielfalt nicht digital vermittelt, sondern unmittelbar erleben: ein Tier, ein Blick, ein Moment des Staunens, der Wissen und emotionale Bindung zugleich schafft und so die Grundlage dafür legt, die Natur als schützenswert zu begreifen und Verantwortung für ihren Erhalt zu übernehmen.
„Diese frühen Begegnungen prägen nicht nur das Verständnis für ökologische Zusammenhänge, sondern stärken auch das Bewusstsein dafür, dass biologische Vielfalt keine Selbstverständlichkeit ist. Als BNE-Regionalzentrum (Bildung für nachhaltige Entwicklung) ist es uns eine Herzensaufgabe, globale Herausforderungen greifbar zu machen. So fördern wir das Verständnis für bedrohte Arten und motivieren auch die Kleinsten dazu, sich aktiv für Natur- und Artenschutz einzusetzen“, betont Zoodirektor Ralf Slabik.
Der Waldrapp, der laut IUCN weiterhin als stark gefährdet gilt, ist ein eindrucksvolles Beispiel für den Erfolg internationaler Schutzbemühungen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die kontrollierte Nachzucht in zoologischen Einrichtungen im Rahmen eines international koordinierten Zuchtprogramms, an dem sich auch der Tierpark + Fossilium Bochum seit mehreren Jahren beteiligt.
Bei manchen Tierarten, wie zum Beispiel dem Vietnam Sika Hirsch, dem Mesopotamischem Damhirsch, der Mendesantilope oder dem Spix-Ara leben aktuell in menschlicher Obhut etwa genauso viele oder sogar mehr Tiere als in der Natur. Zoologische Einrichtungen werden so zur letzten Zuflucht. Einige Tierarten existieren heute noch – weil Tierparks und Zoos sie erhalten haben. Darunter die Arabische Oryx, die Säbelantilope und die Soccorotaube. In der Natur waren sie längst verschwunden. Weitere Tierarten sind dank der Bemühungen der zoologischen Einrichtungen wieder in der Wildnis zu finden oder ihr Bedrohungsstatus hat sich verbessert.
„Artenschutz findet nicht nur irgendwo in fernen Regenwäldern statt, sondern jeden Tag auch in unseren Tierparks, Zoos und Aquarien“, sagt Marie‑Christine Kuypers, Geschäftsführerin der Deutschen Tierparkgesellschaft. „Unsere Mitgliedseinrichtungen verbinden Schutzprojekte vor Ort mit moderner Tierhaltung, Forschung und Umweltbildung – und machen so den Welttag des Artenschutzes für Millionen Menschen in unseren Einrichtungen ganz konkret erlebbar.“
Dass diese Arbeit gesellschaftlich verankert ist, zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage: 93 Prozent der Deutschen finden es wichtig, dass Zoos bedrohte Tierarten erhalten. Artenschutz ist Daseinsvorsorge – Grundlage von Lebensqualität, wirtschaftlicher Resilienz und der langfristigen Handlungsfähigkeit von Gesellschaften. Zoos tragen dazu bei, indem sie Wissen, Nähe und Verständnis in die Breite der Gesellschaft bringen.
Schwerpunkt 2026: Wildpflanzen als Lebensgrundlage
Das UN-Motto des World Wildlife Day 2026 rückt Heil- und Duftpflanzen in den Fokus, die für Ökosysteme, Gesundheit und lokale Gemeinschaften unverzichtbar sind. Viele dieser Wildpflanzen sind durch Lebensraumverlust, Übernutzung und Klimawandel bedroht.
Bildunterschriften:
Foto©Tierpark_Bochum_1: Waldrapp aus dem Tierpark + Fossilium Bochum als eindrucksvolles Beispiel für internationale Schutzbemühungen.













