Gemeinsam für die Zukunft des Feuersalamanders in Nordrhein-Westfalen
Der NABU NRW sowie Vertreterinnen und Vertreter von Zoos und Tierparks und weiterer Fachinstitutionen aus Nordrhein-Westfalen kamen im Tierpark + Fossilium Bochum zum Kooperationsauftakt des Projekts „Zukunft des Feuersalamanders in NRW“ zusammen. Ziel des Treffens war es, bestehende Aktivitäten zu vernetzen, gemeinsame Handlungsfelder zu identifizieren und die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit zum Schutz des Feuersalamanders zu schaffen.
Der Feuersalamander gehört zu den bekanntesten Amphibienarten Deutschlands. Gleichzeitig steht er durch Lebensraumverluste, Straßenverkehr und insbesondere durch den eingeschleppten Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal) unter erheblichem Druck. In vielen Regionen Nordrhein-Westfalens sind die Bestände bereits stark zurückgegangen.
Die Veranstaltung wurde durch den NABU NRW initiiert und vor Ort von Heide Naderer (Landesvorstand NABU NRW) und Projektleiter Dr. Jonas Virgo begleitet. Nach der offiziellen Begrüßung durch den Gastgeber Ralf Slabik, Zoodirektor des Bochumer Tierparks, standen aktuelle Entwicklungen sowie bestehende und geplante Schutzmaßnahmen im Mittelpunkt.
Im Rahmen der Projektvorstellung präsentierte der NABU NRW die bisherigen Ergebnisse der ersten Projektplanungsphase sowie die Ziele der kommenden Umsetzungsphase. Vorgestellt wurden unter anderem Maßnahmen zur Habitataufwertung, zum Straßenschutz, zum Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis sowie zur gemeinsamen Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Zudem wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich weitere Einrichtungen und Akteure aktiv einbringen können.
Als Praxisbeispiel für schon bestehendes Engagement stellte Dr. Dominik Fischer, Tierarzt und Kurator im Grünen Zoo Wuppertal sowie Tierarzt der Greifvogelstation & Wildfreigehege Hellenthal, das „LARS-Projekt“ des Grünen Zoo Wuppertal vor. Dabei wurde deutlich, welchen Beitrag zoologische Einrichtungen bereits heute zum Schutz bedrohter Amphibienarten leisten und welche Chancen in einer stärkeren landesweiten Vernetzung liegen.
Im anschließenden Austausch diskutierten die Teilnehmenden mögliche Kooperationsansätze, gemeinsame Kommunikationsmaßnahmen sowie Perspektiven für einen regelmäßigen Wissenstransfer. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie die unterschiedlichen Kompetenzen der beteiligten Einrichtungen gebündelt werden können, um den Schutz des Feuersalamanders in Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu stärken.
„Der Schutz des Feuersalamanders ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Nur wenn Naturschutz, Wissenschaft, zoologische Einrichtungen, Behörden und weitere Partner eng zusammenarbeiten, können wir dieser charakteristischen Art eine Zukunft in Nordrhein-Westfalen sichern“, betont Zoodirektor Ralf Slabik.
Mit dem heutigen Kick-off wurde der Grundstein für ein landesweites Netzwerk gelegt, das bestehende Aktivitäten sichtbar machen, Synergien schaffen und neue gemeinsame Projekte ermöglichen soll. In einem nächsten Schritt werden die beteiligten Akteure ihre jeweiligen Aktivitäten, Ressourcen und Interessen zusammentragen, um daraus konkrete Kooperations- und Maßnahmenformate abzuleiten.
Über das Projekt „Zukunft des Feuersalamanders in NRW“
Das Projekt verfolgt das Ziel, bestehende Schutzaktivitäten für den Feuersalamander in Nordrhein-Westfalen zu vernetzen und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserung von Lebensräumen, die Reduzierung von Gefährdungen, der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Amphibienschutz.
Bildunterschriften:
Foto©Tierpark Bochum_1: Gruppenfoto der Teilnehmenden.
Foto©Tierpark Bochum_2: Agenda der Veranstaltung
Foto©Tierpark Bochum_3: Zoodirektor Ralf Slabik begrüßt die Teilnehmenden.
Foto©Tierpark Bochum_4: Heike Naderer (Landesvorstand NRW) begrüßt die Teilnehmenden.
Foto©Tierpark Bochum_5: Projektleiter Dr. Jonas Virgo gibt einen Überblick zur Veranstaltung.
Foto©Tierpark Bochum_6: Dr. Dominik Fischer (Der Grüner Zoo Wuppertal) stellt das LARS-Projekt vor.
Foto©Tierpark Bochum_7: Gruppenfoto der Teilnehmenden















