Südliches Kugelgürteltier

Tolypeutes matacus

Gewicht1 000 – 1 600 g
GrößeKopf-Rumpf-Länge ca. 25 cm, Schwanz ca. 7 cm
VerbreitungSüdamerika
Lebensraum Trockenwälder, Buschlandschaften, Palmsavannen
ErnährungAmeisen, Termiten; pflanzliche Nahrung
Alter12 – 15 Jahre, in menschlicher Obhut bis zu 30 Jahre
FeindeRaubkatzen
IUCN-StatusGering gefährdet
AIS-Image

Wissenswertes

Das Südliche Kugelgürteltier ist insbesondere in den Wäldern Argentiniens, Boliviens, Paraguays und Brasiliens beheimatet und lebt dämmerungs- und nachtaktiv. Dabei bewohnt es Bauten, die es von anderen Säugetieren übernimmt. Hauptnahrungsquelle dieses Gürteltiers sind Ameisen und Termiten, die es vom Boden aufnimmt. Die kleinen Säuger haben einen schwach ausgeprägten Sehsinn und verfügen über nur wenig komplexe Lautäußerungen. In seiner Heimat wird das Südliche Kugelgürteltier als Nahrungsressource bejagt oder gefangen, um als Haustier gehalten zu werden. Auch die Zerstörung des Lebensraums spielt bei dem Bestandsrückgang des Tieres eine immer größere Rolle. Mittlerweile wird das Südliche Kugelgürteltier als gering gefährdet gelistet.

Nachwuchs

Die Paarungszeit des südlichen Kugelgürteltieres liegt hauptsächlich zwischen Juli und Oktober. Nach einer Tragzeit von durchschnittlich 120 Tagen bringt das Weibchen ein, selten zwei bereits vollständig entwickelte Jungtiere zur Welt. Der Panzer der Jungen ist noch weich, sodass sie auf den Schutz der Mutter angewiesen sind. Die Augen öffnen sich nach etwa 22 Tagen. Die Jungtiere werden rund zehn Wochen gesäugt. Nach drei Monaten sind sie selbstständig.

Besonderheiten

Das Südliche Kugelgürteltier kann sich bei Bedrohung zusammenrollen und so eine Kugel bilden. Der Schwanz und die dreieckige Stirnplatte verschließen die Öffnung des Panzers dabei perfekt. In dieser Position kann das Gürteltier auch von großen Raubkatzen kaum erbeutet werden.

Erkennungsmerkmal

Markant ist der Rückenpanzer des Südlichen Kugelgürteltieres. Der bis zu den Beinen reichende Panzer ist kräftig und besteht aus sechseckigen Panzerplättchen in gelblicher Färbung. Der Panzer besteht aus zwei Teilen, die Schultern und Becken schützen und durch zwei bis vier bewegliche Bänder miteinander verbunden sind. Der Kopf des Tieres wird durch eine dreieckige Schildplatte bedeckt. Das Fell an Bauch und Beinen ist dunkel während die Borsten am Ende des Rückenpanzers sandfarben sind.