Greifvogelvoliere

Greifvogelvoliere – Zuhause bei den Königen der Lüfte

Kräftige Schnäbel, scharfe Krallen und majestätische Schwingen. In unserer Greifvogelvoliere können Sie die wohl imposantesten gefiederten Bewohner des Tierparks entdecken. Hier leben zwei verschiedene Geierarten: Das Mönchsgeierpaar „Archie“ und „Gräfin“ sowie die Gänsegeier „Horst“ und „Gisela“. Gesellschaft bekommen die vier von einem Rotmilan-Weibchen.

Ebenso beeindruckend wie die Bewohner ist der zehn Meter hohe Geierturm inmitten der Anlage. Die so gestaltete Freiflugvoliere ermöglicht es den Tieren, sich auch in der 360°-Panoramaanlage aus dem Weg zu gehen. Während die Geier bevorzugt am Boden sitzen oder auf ihren Ausblickspfeilern thronen, zieht der Rotmilan am liebsten seine Kreise, um das Geschehen von oben im Blick zu haben. In schwindelerregender Höhe haben die Vögel ihren Horst, den sie als Schlaf- und Brutplatz nutzen. Die beiden Mönchsgeier Archie und Gräfin zogen in den vergangenen Jahren bereits mehrfach erfolgreich Jungtiere groß. Zwei Nachkommen unseres Mönchsgeierpärchens konnten in den Jahren 2008 und 2009 im Rahmen eines sorgfältig geplanten Auswilderungsprogramms erfolgreich in den südfranzösischen Alpen ausgewildert werden.

Mönchs- und Gänsegeier gehören in Europa zu den gefährdeten Greifvogelarten und stehen daher unter hohem Schutz. Um die Erhaltung der majestätischen Vögel zu sichern, beteiligt sich der Tierpark an Europäischen Zuchtprogrammen, EEP und ESB, für Mönchs- und Gänsegeier. Wie alle Geierarten, ernähren sich auch Mönchs- und Gänsegeier überwiegend von Aas. Dadurch spielen sie eine bedeutende Rolle für ein gesundes, intaktes Ökosystem. Indem sie Tierkadaver beseitigen, verhindern sie unter anderem die mögliche Verbreitung von Krankheiten. Mit einer durchschnittlichen Flügelspannweite von 2,50 m gehören beide Arten zu den größten Vögeln ihres Verbreitungsgebietes. Unser Rotmilan gehört zur Familie der Habichtartigen und ist mit einer Flügelspannweite von 1,60 m deutlich kleiner als seine Mitbewohner. Wie auch die Geier ist der Rotmilan in freier Wildbahn durch den Einfluss des Menschen gefährdet.

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