Dunkler Tigerpython

Python molurus bivittatus

GewichtCa. 90 kg
GrößeBis 6 m
VerbreitungSüdasien (u.a. Indien und Südchina), als Neozoon in den Everglades (USA)
LebensraumGebirge, Feuchtgebiete/Regenwald
ErnährungAlle Säugetiere und Vögel, die er erbeuten kann
AlterBis 20 Jahre
FeindeGreifvögel, Bären, Raubkatzen und menschliche Einflüsse
IUCN-StatusPotentiell gefährdet
AIS-Image

Wissenswertes

Tigerpythons zählen zu den Würgeschlangen. In ihrer Heimat, Südasien, schrumpft ihr Bestand zunehmend. Durch die Brandrodung der Regenwälder verkleinert sich der natürlich Lebensraum. Zusätzlich werden die Riesenschlangen für die Produktion von Schlangenleder, für den Verzehr oder für medizinische Zwecke von der einheimischen Bevölkerung gefangen, sodass Tigerpythons mittlerweile nahezu vom Aussterben bedroht sind und unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzübereinkommen stehen. Ganz anders sieht es in den USA aus. In den Everglades in Florida wurde die Schlangenart illegal ausgesetzt. Dank der optimalen Lebensbedingungen in den feucht-warmen Sümpfen und vermehrten sich die vormals als Haustiere gehaltenen Schlangen dort so rasant, dass sie mittlerweile als Plage gelten.

Nachwuchs

Tigerpythons legen in der Regel 8-30 weiße Eier mit einer sehr weichen Schale. Diese sind miteinander verklebt und werden 2-3 Monate lang durch die Mutter bebrütet. Während der Tigerpython brütet, verlässt er das Nest nicht, auch nicht zum Fressen. Sobald der Nachwuchs geschlüpft ist, kümmert sich die Mutter nicht weiter um die Jungtiere.

Besonderheiten

Schlangen riechen nicht mit der Nase, sondern mit der Zunge. Durch das regelmäßige Züngeln nehmen die Reptilien den „Geruch“ ihrer Umgebung wahr und können sich sehr gut zurecht finden. Als Würgeschlange erbeutet der Tigerpython andere Tiere nicht mit Gift, sondern durch Erdrosseln. Der Python umschlingt das Beutetier mit seinem muskulösen Körper und unterbicht damit die Blutzufuhr zum Herzen. Anschließend frisst er das Tier im Ganzen mit dem Kopf voran.

Erkennungsmerkmal

Aufgrund der dunklen Schuppenzeichnungen auf dem Rücken, ist der massig gebaute Tigerpython im Dickicht des Regenwaldes gut getarnt. Die breiten Bauchschuppen sind anders als der restliche Körper hellbeige gefärbt.