Erdmännchen

Suricata suricatta

Gewichtca. 800 g
Größe25-30 cm, Schwanzlänge bis zu 25 cm
VerbreitungSüdliches Afrika
LebensraumTrockengebiete mit sandigen bis lehmigen Böden
ErnährungInsekten, Eidechsen, Skorpione, Spinnen, aber auch Pflanzliches
AlterCa. 6 Jahre, in menschlicher Obhut über 12 Jahre
FeindeGreifvögel, Wildhunde, Wildkatzen und Schlangen.
IUCN-StatusNicht gefährdet
AIS-Image

Wissenswertes

Erdmännchen leben in den Savannen Afrikas in großen Gruppen von bis zu 30 Tieren. In ihrem Alltag sind alle Familienmitglieder perfekt organisiert und wechseln sich bei ihren täglichen Arbeiten untereinander ab. Ein Gruppenmitglied wird zum Aufpasser erkoren, der von einem erhöhten Wachposten aus Ausschau hält und die anderen vor möglichen Gefahren warnt. Dabei stellen sie sich auf die Hinterbeine und stützen sich mit dem Schwanz ab. Zur Kommunikation nutzen sie verschiedene Laute, wie bellen, knurren oder glucksen.

Nachwuchs

Erdmännchen bekommen bis zu vier Mal im Jahr Nachwuchs mit meist 2-4 Jungtieren. Kurz nach der Geburt sind die Jungtiere blind und hilflos, weshalb sie die ersten Lebenswochen in den unterirdischen Bauten verbringen, bevor sie sich an die Erdoberfläche wagen. Bei der Pflege des Nachwuchses helfen auch andere Familienmitglieder mit. Die Jungen werden etwa zwei Monate lang von der Mutter gesäugt. Nach sechs Wochen werden sie schon manchmal mit fester Nahrung gefüttert.

Besonderheiten

Erdmännchen sind bekanntlich Weltmeister im Tunnelbau. Durch ihre längliche Körperform können sich die Säugetiere schnell durch ihre unterirdischen Gänge bewegen. Ihren scharfen Krallen nutzen sie wie kleine Schaufeln als Hilfsmittel zum Graben

Erkennungsmerkmal

Mit ihrem hellbraunen Fell sind Erdmännchen in der sandigen Steppe Afrikas gut getarnt und somit für Feinde nur schwer zu sehen. Entlang des Rückens sind dunkelbraune Querstreifen zu erkennen. Die dunkle Färbung um die Augen herum schützt sie bei dem Blick in die Ferne vor hellem Sonnenlicht. Erdmännchen zählen zu den Raubtieren. Besonders deutlich wird dies am Gebiss der Tiere. Hier fallen die verlängerten Eckzähne, die so genannten Fangzähne auf, mit denen sie sich in ihrer Beute festbeißen.