Kampfläufer

Philomachus pugnax

Gewicht70 – 230 g
GrößeKörperlänge 20 – 32 cm, Flügelspannweite 30 – 57 cm
VerbreitungNord- und Westeuropa, küstennahe Tiefländer Nordmitteleuropas, Osteuropa, Ostsibirien; insbesondere Russland, Skandinavien
LebensraumFeuchte Wiesen, Moore, feuchte Tundra; in Küstennähe
ErnährungWirbellose Kleintiere, Insekten, Muscheln, kleine Fische und Frösche
AlterBis 15 Jahre
FeindeHabicht, Fuchs, Möwen
IUCN-StatusNicht gefährdet
AIS-Image

Wissenswertes

Der Kampfläufer ist ein Watvogel. Demnach ernährt er sich neben Insekten auch von kleineren Fischen und Muscheln. Als Zugvogel ist der Kampfläufer ein Langstreckenzieher. Die wichtigsten Winterquartiere befinden sich in Afrika südlich der Sahara und im Süden Asiens. Die Winterbestände in Afrika sind häufig sehr groß. So wurden im Februar 1972 im Senegal mehr als eine Million Kampfläufer beobachtet. Laut IUCN gelten die Vögel weltweit noch nicht als gefährdet. Dennoch lässt sich ein Bestandsrückgang verzeichnen, weswegen der Kampfläufer heute streng geschützt ist. In Deutschland gilt er als vom Aussterben bedroht.

Nachwuchs

Nestbau und Aufzucht der Jungen wird ausschließlich von den Weibchen betrieben. Das Nest ist meist gut in der Vegetation versteckt. Ab Mai bis Anfang Juni legt das Weibchen für gewöhnlich vier Eier in Abständen von 24 bis 36 Stunden, die es 20 bis 23 Tage bebrütet. Von Anfang an können die Jungvögel bereits selbständig nach Nahrung suchen. Sie werden mit 25 bis 28 Tagen flügge.

Besonderheiten

Kampfläufer haben ein außergewöhnliches Paarungsverhalten, welches einem Arenakampf gleicht und damit ihrem Namen alle Ehre macht. In der Balz suchen sich die Männchen ein passendes Revier in der Nähe des Brutgebiets, welches jedes Jahr traditionell wieder benutzt wird. Diese Arenen verteidigen sie gegen ihre Konkurrenten und versuchen die Weibchen mit ihrem prächtigen Federkleid und einem auffälligen Federkragen zu beeindrucken.

Erkennungsmerkmal

Außerhalb der Paarungszeit sind die Geschlechter ähnlich gefärbt. Der Rücken weist eine braune Schuppenzeichnung auf, die Unterseite ist beigefarben. Nur während der Balz nehmen die Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen deutlich zu. Hier haben die Männchen einen schwarzen, orangen, kastanienbraunen oder weißen Kragen. Weibchen sind auffallend kleiner als die meisten Männchen und können daher auch außerhalb der Balz von den Männchen unterschieden werden.