Palmendieb

Palmendieb

Birgus latro

Gewichtca. 4 kg
Größeca. 40 cm
VerbreitungOzeanische Inseln
LebensraumKüstennähe. Je nach Insel varriert der Lebensraum
ErnährungÜberwiegend Früchte; ansonsten Samen, Kokosnussfleisch, Aas
AlterVermutlich bis zu 60 Jahre
Feinde-/-
IUCN-StatusNicht beurteilt
AIS-Image

Wissenswertes

Der Palmendieb gilt als das größte an Land lebende Krebstier der Erde. Seinem Namen macht der Krebs alle Ehre, denn als Inselbewohner sammelt er jegliches Strandgut ein, dass er zwischen die Scheren bekommt und klettert auch auf Palmen. Er ist außerdem in der Lage, mit seinen kräftigen Scheren die harte Schale von Kokosnüssen aufzubrechen, um an das Fruchtfleisch zu gelangen.

 

Aktuell ist der Tierpark + Fossilium Bochum der einzige Zoo in Deutschland, der diese Art hält.

Nachwuchs

Nach der Paarung legt das Weibchen die Eier und trägt diese einige Monate lang an seinem Unterleib mit sich herum. Vor dem Schlupf legt es die Eier schließlich im Meerwasser ab. Dort fällt der Großteil der geschlüpften Larven Fressfeinden zum Opfer. Die überlebenden Larven verbleiben jedoch noch vier Wochen am Meeresboden und suchen dort leere Schneckenhäuser zum Schutz auf. Sind sie groß genug, gehen sie an Land und verlieren auch ihre Fähigkeit, unter Wasser zu atmen.

Besonderheiten

Palmendiebe zählen zu den Einsiedlerkrebsen. Die Jungtiere haben einen sehr dünnen Panzer. Zum Schutz tragen sie deshalb ein leeres Schneckenhaus oder eine Kokosnussschale auf dem Rücken. Ihr Panzer wird jedoch im Laufe der Entwicklung eine kräftige, schützende „Rüstung“. Dafür durchleben sie regelmäßige Häutungsphasen, für die sie sich mehrere Monate lang im Boden vergraben.

Erkennungsmerkmal

Palmendiebe haben einen kräftigen, braunen Panzer, durch den sie vor allem auf Palmenstämmen gut getarnt sind. Ausgewachsen erreichen sie eine Körpergröße von etwa 40 cm und bringen ein stolzes Gewicht von 4 kg auf die Waage. Besonders auffällig sind die großen Scheren, mit denen sie harte Schalen aufbrechen und Lasten über 20 kg heben können.

 

Als dämmerungsaktives Tier hat der Palmendieb einen sehr ausgeprägten Geruchs- und Geschmackssinn. Die langen Fühler am Kopf sind mit Geruchsrezeptoren ausgestattet, mit denen er z.B. Aas schon in 1 km Entfernung riechen kann. Das zweite, kürzere Antennenpaar ist beweglicher und kann herangezogen werden, sodass der Palmendieb schmecken kann.