Pfauenaugen-Stechrochen

Potamotrygon motoro

Gewicht10 – 14 kg
GrößeBis zu 80 cm
VerbreitungSüdamerika
LebensraumSüdwassergewässer mit leichter Störmung
ErnährungKrebstiere, Insektenlarven, kleine Fische
AlterMaximalalter nicht bekannt
IUCN-StatusUnter Schutz; jedoch keine Beurteilung über Gefährdungsgrad möglich (Daten unzureichend)
AIS-Image

Wissenswertes

Der Pfauenaugen-Stechrochen ist in weiten Teilen Südamerikas beheimatet, hauptsächlich Im Amazonasgebiet. Der Süßwasserfisch lebt dabei in Fließgewässern mit langsamer Strömung und hält sich vorzugsweise am Gewässerboden auf. Die Rochen sind tagaktiv und durchwühlen auf der Suche nach kleinen Krebstieren, Muscheln, am Boden ruhenden kleinen Fischen oder Insektenlarven den Boden der Gewässer. Nachts vergraben sie sich in flachen Uferbereichen in sandigem oder schlammigem Boden. Jungtiere dagegen sind nacht- und dämmerungsaktiv und graben sich tagsüber zum Schutz vor Fressfeinden ein. Gefährdet ist der Pfauenaugen-Stechrochen neben kommerziellem Fang insbesondere durch die Zerstörung seines Lebensraumes.

Nachwuchs

Mit etwa zwei bis drei Jahren erreicht der Pfauenaugen-Stechrochen die Geschlechtsreife. Der lebendgebärende Fisch bringt meist während der Regenzeit und nach einer Tragzeit von bis zu 100 Tagen bis zu zwölf vollständig entwickelte Jungtiere zur Welt, die zwischen sechs und 15 Zentimeter groß sind. Die Größe der Jungen hängt dabei stark vom Alter und von dem Ernährungszustand des Weibchens ab. Direkt nach der Geburt sind die Jungen selbstständig.

Besonderheiten

In der Bevölkerung Südamerikas ist der Pfauenaugen-Stechrochen gefürchteter als Piranhas. Dies liegt an dem Giftstachel am Schwanz des Rochen, der der Verteidigung dient. Bereits kleine mit dem Stachel zugefügte Kratzer auf der Haut sind sehr schmerzhaft. Für kleine Kinder oder alte Menschen kann das Gift tödlich sein.

Erkennungsmerkmal

Bei einem Durchmesser von bis zu 80 Zentimetern kann der lange Schwanz des Pfauenaugen-Stechrochens bis über einen Meter lang werden. Der Süßwasserrochen erreicht ein Maximalgewicht von etwa 15 Kilogramm. Die Grundfärbung seines Körpers ist graubraun bis rotbraun wobei sich an der Körperoberseite weißlich bis orangene und schwarz umrandete Flecken zweigen. Die Augen liegen auf der Oberseite im vorderen Bereich des Körpers und treten deutlich hervor.