Rosaflamingo

Phoenicopterus roseus

Gewicht2- 3 kg
Größe1,20 – 1,30 m
VerbreitungAfrika, Südeuropa, Asien
LebensraumIn Wassernähe, flache Salzseen, Strände und Buchten
ErnährungKleine Fische, Krebse, Würmer, Schnecken und Algen
AlterBis zu 50 Jahre, in menschlicher Obhut sogar über 70 Jahre
FeindeGreifvögel und Hundeartige
IUCN-StatusNicht gefährdet
AIS-Image

Wissenswertes

Flamingos sind sehr gesellige Tiere, die teilweise in sehr großen Kolonien anzutreffen sind. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Afrika, Asien bis in das südlich Europa. Hier ist als Beispiel die französische Camargue zu nennen. Flamingos sind für ihren stabilen Stand auf einem Bein bekannt. Ihre Gelenke rasten ein, wenn das Bein gestreckt wird. So können sie lange Zeit stehen ohne sich anzustrengen. Die Vorderzehen sind sehr kurz und mit Schwimmhäuten verbunden. Das erleichtert beim Fliegen den Start über der Wasseroberfläche. Flamingos können bis zu 50 km/h schnell sein und ganze zwei Tage und zwei Nächte am Stück fliegen.

Nachwuchs

Flamingos sind Wasservögel. Daher bauen sie ihre kegelförmigen Bruthügel aus Schlamm, hoch genug, damit sie vor Wasser geschützt sind und nicht weggespült werden. Das Weibchen legt 1 Ei, selten 2. Die Brutzeit dauert etwa 28 Tage, in denen sich beide Elternteile beim Brüten abwechseln. In den ersten Wochen nach dem Schlupf wird der Nachwuchs mit sogenannter „Kropfmilch“ gefüttert. Diese wird im oberen Verdauungstrakt der Elterntiere gebildet und über den Schnabel weitergegeben.

Besonderheiten

Der Rosaflamingo hat einen sehr auffälligen Schnabel, mit dem er sich auf die Nahrungsaufnahme im Wasser spezialisiert hat. Der gekrümmte Seihschnabel übernimmt dabei die Funktion eines Siebes. Zum Fressen taucht der Flamingo seinen Schnabel kopfüber ins Wasser und saugt es mit ihrer Zunge ein. Ist der Schnabel voll, öffnet er diesen wieder leicht und drückt die überschüssige Flüssigkeit mit seiner Zunge heraus. Die feste Nahrung bleibt dabei in den Lamellen hängen.

Erkennungsmerkmal

Charakteristisch und namensgebend für den Rosaflamingo ist das zart rosafarbene Gefieder. In kleinen, roten Krebsen, die von den Vögeln gefressen werden, sind spezielle Carotinoide enthalten. Dieser Farbstoff wird in der Leber in kleine Partikel zersetzt, die sich in den Federn ablagern und für die typische Färbung sorgen. Jungvögel haben zunächst ein weißes, später ein graues Daunenkleid.