Roter Piranha

Pygocentrus nattereri

GewichtBis 3,85 kg
GrößeBis 30 cm
VerbreitungSüdamerika
LebensraumFlüsse, Seen, Lagunen
ErnährungFische, Aas, Insekten, Krebse, Weichtiere, größere Säugetiere; Pflanzenteile
AlterBis 10 Jahre, in menschlicher Obhut bis 30 Jahre
FeindeGreifvögel, Kaimane, Riesenotter, Reiher, Flussdelfine
IUCN-StatusKein Status
AIS-Image

Wissenswertes

Der Rote Piranha kommt in vielen Flüssen und Seen Südamerikas vor, unter anderem im Amazonasgebiet. Die wenigen Vorkommen in den USA gehen auf ausgesetzte Tiere zurück. Die Allesfresser sind Lauerjäger und jagen in Gruppen von 20 bis 30 Tieren. Dabei versteckt sich die ganze Gruppe in dichter Vegetation und wartet auf mögliche Beute, die dann von einem oder wenigen Piranhas von hinten angegriffen wird. Auch außerhalb der Nahrungssuche schließen sich die Roten Piranhas immer wieder zu Schwärmen zusammen, die Schutz vor Fressfeinden bieten und das Stresspotential der einzelnen Tiere senken. Mit ihrem sehr guten Geruchssinn und ihrem Seitenlinienorgan findet der Piranha leicht verletzte oder geschwächte Tiere. Das Seitenlinienorgan ist eine Ansammlung aus empfindlichen Nervenzellen mit denen der Piranha auch kleine Druck- und Strömungsverhältnisse im Wasser wahrnehmen kann.

Nachwuchs

Zur Paarungszeit gräbt das Männchen eine bis fünf Zentimeter tiefe und eine im Durchmesser 15 Zentimeter breite Laichgrube in den Boden, welche er reinigt und gegen Artgenossen verteidigt. Ein paarungsbereites Weibchen hilft zunächst bei der Pflege der Mulde, wird jedoch nach der Paarung und der Ableichung von dem Männchen wieder vertrieben. Von da an kümmert sich alleine das Männchen um die Brutpflege und verteidigt das Gelege. Bis zu 4 000 Eier können bei einer Paarung in die Laichgrube abgelegt werden. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Jungfische und sind nach weiteren wenigen Tagen eigenständig.

Besonderheiten

Piranhas gelten als „Gesundheitspolizei“ des Regenwaldes. Als Aasfresser beseitigen sie kranke oder tote Tiere die in die Seen und Flüsse gefallen sind. So verhindern die Piranhas, dass sich Seuchen, Parasiten oder Krankheiten über das Wasser im Regenwald ausbreiten können.

Erkennungsmerkmal

Der Körper des Roten Piranhas ist flach und recht hoch, der Kopf dagegen ist groß und massig. Das Gebiss des Piranhas verfügt über spitze scharfe Zähne, die, wenn sie nicht in Gebrauch sind, größtenteils im Zahnfleisch verborgen liegen. Die Schuppen sind bläulich grau gefärbt, wobei sie metallisch glitzernde Punkte aufweisen. Der Bauch ist dem Namen der Tiere nach entsprechend rot.